20
Mrz
2008

Stressige Zeiten

Kaum Zeit in mein Cafe zu gehen, um hier Einträge zu schreiben. Spare mir das alles für OStern auf, dann werde ich auch Eure Einträge der letzten Tage nach"arbeiten", freue mich schon.

Frohe Ostern!

11
Mrz
2008

Zwei Tage zu Hause

Dank einer Grippe konnte ich die letzten beiden Tage im Bett verbringen. Dabei begleitete mich die "Eisentreppe" von Simenon, Bukowskis "Das Schlimmste kommt noch" und Julian Ayestas "Das Meer des Sommers". Die Tage sind also äußerst sinnvoll rumgebracht. Jetzt fühle ich mich gestärkt und besser als vor der Krankheit.

Ein bisschen geschrieben habe ich auch, allerdings in fiebrigem Zustand, mal sehen was dabei herausgekommen ist.

9
Mrz
2008

Immer mit der Ruhe

Jetzt freue ich mich seit Wochen auf die gestrige Party und muss feststellen: Wenn ich hier sonntags abends meine Einträge schreibe, habe ich mehr Spaß. Die Frauen (die anwesenden, nicht Frauen im Allgemeinen) ließen nichts unversucht, sich die Männer, die nach Geld aussehen zu angeln, junge "Normalos" wie ich hatten da wirklich schlechte Karten. Aber meine Laune habe ich mir nicht verderben lassen und einige Stunden zu den Klängen der grottenschlechten Live-Band getanzt. Die Dame mit der ich mich dort treffen wollte, hat zu allem Überfluss gestern Abend noch abgesagt. Nun stand ich da und hatte eigentlich freie Auswahl, doch ich wurde, wie erwähnt, vollkommen ignoriert.

Eine Frau war dort, die ich seit Wochen im Auge habe. Eine Freundin von einem Arbeitskollegen, die mich zwar grüßt, jedoch überhaupt kein Interesse zeigt. Gut, der Altersunterschied von 6 Jahren mag da mit hineinspielen, doch ich mag nunmal etwas ältere Frauen, die haben da oft eher ein Problem mit mir gesehen zu werden. Ich bin übrigens mitte 20, damit Ihr eine Vorstellung habt.

Heute dann aufstehen, Alkohol aussitzen und ab zum Spiel. 3:2 gewonnen, dann nach Hause, geduscht und hierher. Jetzt werde ich einige Stunden hier verbringen, vielleicht etwas schreiben und um 19:30 Uhr mit zwei Freunden Wein trinken gehen.

Ich schreibe aber vielleicht gleich nochmal...

8
Mrz
2008

Simenon, Die Eisentreppe und der Weg zum Wort

Nun sind wieder einige Tage vergangen seit meinem letzten Eintrag. Ich konnte einige Artikel beenden, die seit Tagen bei mir herumliegen, darunter auch eine Reportage über einen jungen Mann, der mit dem Fahrrad durch Südamerika und Afrika gefahren ist. Das Interview mit ihm war das spannendste an der ganzen Geschichte. Denn waas er am meisten liebe an seinen Touren, sei die endlose Einsamkeit. Man könne jedoch nicht auf so eine Reise gehen, um sich selbst zu finden. Denn wer nicht im Reinen mit sich sei, würde es keine 3 Tage mit sich aushalten.

Ansonsten konnte ich endlich wieder ein paar Gedanken an meine Geschichten verschwenden. Denn seit ich so in der Redaktion eingespannt bin, komme ich leider kaum noch zum Schreiben. Den Anstoss hat wieder einmal mein "Befeuerer" George Simenon gegeben. Die Neuauflage von "Die Eisentreppe" ist vor einigen Tagen erschienen und gleich vom Regal in meine Tasche und dann auf meinen Nachttisch gewandert. Ich habe bisher erst das erste Kapitel lesen können, das dafür drei Mal. Wie dieser Mann mit einfachster Sprache eine Welt und eine Atmosphäre schafft ist meiner Meinung nach erstrebenswert. Also ran an die Schreibmaschine, das extra dünne Papier eingespannt und losgeschlagen...das ist das beste Arbeiten, bis die Nachbarn nachts klopfen, weil sie vom Klappern meiner Erika nicht schlafen können. Nächste Woche stehen dann die Überarbeitungen an. Mit einem Gemisch aus Vorfreude und Vorahnung starte ich also in dieses Wochenende, das morgen Abend in einer Galaveranstaltung gipfeln soll.

Sonntag Abend werde ich dann wieder in mein Wlan-Cafe gehen und von den Dingen berichten, die vielleicht noch so kommen werden...

5
Mrz
2008

Cebit

Morgen werde ich auf der Cebit herumflanieren. Mein einziger freier Tag diese Woche, den ich voll ausnutzen werde. Am Samstag treffe ich mich mit einer Frau auf einer Party, zu der Abendgarderobe erwünscht ist und ich überlege, mir am Samstag noch einen schönen neuen Anzug zu besorgen. In der Laune bin ich zumindest gerade.

Gestern Abend war ich auf einer Comedy-Veranstaltung, die ich gerade rezensiert habe. War ein netter Abend, doch ich hatte mehr erwartet. Bis dahin.

3
Mrz
2008

Bücherstapel, Zettelfluten und immer ein offenes Ohr

Heute morgen habe ich fast verschlafen. Nach meinem Fußballspiel gestern wurde ich in der Nacht von Wadenkrämpfen verfolgt, die mich nur wenig Schlaf finden ließen. Ich ging also mit tiefschwarzen Augenringen los zum Bus, stand erst ein wenig im Regen, da der Bus Verspätung hatte und fuhr dann in die Stadt. Wie jeden Morgen besorgte ich mir ein paar Zeitungen und Brötchen und machte mich auf den Weg zur Redaktion. Dort angekommen wurde ich wärmstens empfangen. Die Reaktion auf meine Titelgeschichte (siehe letzter Eintrag) war wohl so positiv bei den Lesern, dass es sogar Anrufe gab.

Ich konnte also entspannt der Blattkritik entgegenschauen, die nach einem Brötchen und einem Kaffee dann auch begann.

Für Leute, die das Wort Blattkritik nicht kennen: Jeden Morgen schalten sich alle lokalen Redaktionen einer Regionen in einer Telefonkonferenz zusammen. Eine hält dann Blattkritik, das heißt sie geht Seite für Seite die letzte Ausgabe durch und lobt/kritisiert. Ein sinnvolle Institution, um den Austausch unter den Kollegen zu fördern (die Kritik ist nämlich wirklich immer konstruktiv) und die Qualität der Zeitung zu verbessern.

Wir gehen also im großen Raum der Redaktion durch die Zeitung und ich sonne mich im Lob, dass vor allen Kollegen über meine Geschichte verloren wird, als wir zur Seite sechs der Lokalausgabe kommen. Der Seite mit den Todesanzeigen. Der allererste Eintrag warf mich für einen Moment völlig aus der Bahn.

Es war der Name eines Freundes.

Als ich vor fünf Jahren in diese Stadt gezogen bin, suchte ich direkt nach den besten Antiquariaten, um meinem Hobby weiterhin genügend Nahrung zu geben. Eins zeichnete sich durch unbeschreibliche Enge, Unordentlichkeit und Unübersichtlichkeit aus. Es war der Laden dieses Mannes. Ein pensionierter Lehrer, der aus Vergnügen jeden Tag von 15 Uhr bis 19 Uhr in sein Antiquariat fuhr, um den Menschen seine Bücher zu verkaufen. Meistens blieb er jedoch bis spät in die Nacht und saß zwischen seinen Bücherstapeln, kramte hier und da, versuchte ein Regal zu sortieren, suchte nach einem ganz bestimmten Band, den ein Kunde verlangte oder quatschte einfach mit einem seiner Stammkunden.

Er machte nie Geld mit seinem Laden, er machte sogar starken Verlust. Es war Liebhaberei, für die ein großer Teil seiner Pension draufging.

Wir lernten uns als Bücherliebhaber kennen. Oft saß ich bis zehn oder elf mit ihm in seiner Buchhandlung. Half ihm seinen Laden abzuschließen, oder ließ mich von seinen zahlreichen Geschichten berieseln. Ich mochte ihn sehr. Da ich selbst keinen Großvater mehr habe, behandelte ich ihn oft wie einen. Seine Familie hat ihn sehr geliebt und ihn immer unterstützt, auch wenn das bei seiner verrückten Büchersammelwut manchmal schwer war. Denn immer kaufte er mehr Bücher ein, als er verkaufte und das heimische Haus quillte fast über. Alle nicht so häufig benutzten Räume sind voller Bücherstapel, die vom Boden bis zur Decke reichen.

Vor einigen Wochen wurde Leukämie festgestellt. Ich habe vor zwei Wochen mit seiner Frau gesprochen, die mir sagte er sei schon über den Berg und freue sich schon wieder auf seine Buchhandlung.

Er wird mir sehr fehlen. Ich will mir garnicht vorstellen, wie sehr es seiner Familie so geht.

2
Mrz
2008

Starting out in the Evening

Ok, Ok,... der Eintrag ist schon wieder online. ;-)

Wie angekündigt, habe ich in den letzten Tagen nicht mehr die Möglichkeit gefunden, mich in ein internetfähiges Cafe zu setzen. Es ist einiges passiert, ich fange mit der Redaktion an:

Ich habe zwei Mal die Titelseite bekommen, einmal davon sogar in der ganzen Region (5 Zeitungen) und wurde ausdrücklich vom Chef vom Dienst gelobt, der gerade den zweiten Artikel als "Eintrittskarte zu einem Volontariat" bezeichnete. Beruflich lief also alles geschmiert.

Heute hatte ich mein erstes Rückrundenspiel beim Fußball. Es endete 1:1 gegen einen Gegner, den wir hätten 5:0 schlagen müssen. Aber Sport tut gut, bin immernoch mit Glückshormonen vollgepumpt.

Gestern Abend war ich den Geburtstag eines Freundes feiern. Meine Ex-Freundin war anwesend. Es ist offensichtlich, dass sie alles versucht um uns noch einmal eine Chance zu geben. Aber ich kann nicht mehr. Sie war diejenige, die mir letztlich gesagt hat, ich solle ausziehen. Dann war sie völlig schockiert, als ich anfing, mich mit Frauen zu treffen und erzählte überall herum, dass sie dachte, es wäre nur eine Trennung auf Zeit, bis wir uns wieder einkriegen.

Doch ich hatte so viel Zeit allein, in den Monaten danach, dass ich mit der Beziehung endgültig abschließen konnte und nun sehe ich alles was sie tut nicht mehr mit der rosaroten Brille, wie ich das während unserer Beziehung getan habe. Vieles stößt mich einfach nur noch ab, das habe ich gestern gemerkt. Sie wollte mir unbedingt zeigen, wie toll es ihr geht und was für einen Spaß sie doch mit ihren Freundinnen hat. Das prallte jedoch an mir ab, was sie wiederum auch nicht haben konnte.

Als wir noch tanzen waren später habe ich dann eine Frau kennengelernt. Bei ihr könnte ich mir jedoch wahrscheinlich nichts längerfristiges vorstellen. Wir wollen uns in nächster Zeit mal treffen, ich habe ihre Nummer. Man wird sehen.

Morgen bin ich wieder in der Redaktion, doch vorher steht ein toller Filmabend an:

Romulus, Mein Vater und Starting out in the evening

Wenn ich Filme über Schriftstellerleben schaue, bekomme ich danach immer Lust, selbst zu schreiben. Das heißt, dass ich diese Woche wahrscheinlich einige Abende an meiner Schreibmaschine verbringen.

Hier möchte ich auch wieder regelmäßiger schreiben, denn ich habe einiges noch garnicht erzählt, was ich noch so erlebt habe. Gute Nacht.

27
Feb
2008

Tja Tja,

den Beitrag von vorgestern habe ich erstmal offline genommen. So ein Schwulst. Dazu lasse ich mich oft hinreißen. Ich bin ein Wegschmeißer müsst Ihr wissen. Sachen, die ich geschrieben habe und mit denen ich mich einige Tage später nicht mehr identifizieren kann, werden gnadenlos weggeschmissen.

Ich hatte eine unglaublich erholsame Nacht, mit etwa 10 Stunden Schlaf. Mein Wochenende ist geplant und gleich treffe ich mich mit einer netten jungen Dame zum Mittagessen.

Ab sofort gibt es hier keinen Schwulst mehr. Es kann sein, dass ich ein paar Tage nicht werde schreiben können, dafür am WE ausführlicher. Dann werde ich mal mit Einzelheiten rausrücken, die wahrscheinlich interessanter für jemanden sind, der mich nicht kennt.
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